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Bericht über die Wanderung zur Teufelsburg – Klasse 5LF
Der Weg vom Saarlouiser Gymnasium am Stadtgarten zur Teufelsburg führt zuerst durch den Stadtgarten und am Campingplatz Dr. Dadder vorbei. Nach der Überquerung einiger Straßen befindet man sich im Industriegebiet von Saarlouis. Anschließend geht es unter einer Autobahnbrücke hindurch zum Stadtteil Beaumarais. Dort kommt man an der Grundschule, dem Tennisplatz und dem Kindergarten vorbei. Nachdem man durch Beaumarais durch gegangen ist, kommt man über einen Feldweg zu einer landwirtschaftlichen Straße. Die Landschaft, die man hier bestaunen kann, ist wunderschön. Unzählige Felder mit Bäumen, Blumen und Mais sowie Waldstücke liegen vor einem. Das letzte Stück geht einen steilen Berg hinauf, bis man schließlich zur Burganlage kommt. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick auf das Saartal. Wenn man weit nach rechts schaut erkennt man den Beruser Berg, der sich in das Saarlouiser Tal einschiebt. Man sieht auch den Hansenberg bei Wallerfangen und Schlossberg bei Felsberg. Bei gutem Wetter erkennt man sogar den Schaumberg in der Ferne.
Hin- und Rückweg betragen insgesamt zehn Kilometer. Der Hinweg mit dem Aufstieg dauert eineinhalb Stunden, der Rückweg eine Stunde.
Die Teufelsburg wurde als Kampfburg erbaut. Sie hatte einen oberen und einen unteren Burgteil und war von einer großen Mauer umgeben. In der Burganlage befanden sich ein Verließ, Stallungen, Hütten für Soldaten und Bedienstete, Wehrtürme, eine Verbindungsbrücke, eine Schmiede, ein Schlacht- und Backraum sowie eine Kapelle mit Krypta und ein Brunnen. Der Burgherr lebte im oberen Teil. Für Angreifer war die Burg schwer erreichbar, da sie auf einem Berg liegt. Auch Kanonenkugeln konnten ihr deshalb nichts anhaben. Die letzte urkundliche Erwähnung von Neufelsberg – damals hieß es noch nicht Felsberg – und der Teufelsburg datiert aus dem Jahr 1699. Die Burg und Neuforweiler waren zu diesem Zeitpunkt bereits zerstört. Die Steine wurden zum Bau von Saarlouis verwendet. Die Reste der Teufelsburg wurden auf Befehl Ludwigs x15. abgebrannt. Erst im Jahr 1968 wurde die Teufelsburg wieder ausgegraben und auf den noch erhaltenen Fundamenten wieder aufgebaut.
Heute dient sie als Rastplatz und Ausblickspunkt vieler Wanderer.
Daten: erbaut 1367; Alter 641 Jahre; gelegen auf 343m
Legende der Teufelsburg:
Vor vielen Jahren kamen Boten auf Pferden von der Siersburg nach Felsberg. Sie hatten eine Nachricht für den Herrn von Felsberg. Der Herr von Siersburg forderte den Herrn von Felsberg, und damit gleichzeitig seinen Bruder, zum Kampf. Es ging dabei um Alice von Forbach, in die beide Grafen verliebt waren. Er forderte weiter, dass sein Bruder noch in dieser Nacht mit ihm kämpfen sollte, und zwar vor Wallerfangen.
Als die Boten dem Herrn von Felsberg diese Nachricht überbracht hatten, ritten sie schnell wieder davon. Aber der Graf rief ihnen hinterher: „Bereitet euch auf den Tod eures Auftraggebers vor, denn er wird diese Nacht nicht überleben! Ich schließe einen Vertrag mit dem Teufel!“ Schon bald erschien der Teufel auf der Burg und sagte: „Ich helfe dir, aber nur, wenn du mir deine Seele verkaufst!“ Der Herr von Felsberg unterschrieb diesen Vertrag mit seiner Hutfeder und drei Tropfen Blut.
Als am nächsten Morgen der Hahn krähte, tötete der Ritter von Felsberg seinen Bruder im Kampf. Da rief der Teufel: „Feiere deine Hochzeit schön, Graf!“
Seitdem wird die Legende im Volksmund erzählt und die Burg von Felsberg nur noch Teufelsburg genannt.
Und wenn man nun, am Tag des Brudermordes, bei Sturm ein klägliches Schreien hört, ist es gewiss der Herr von Felsberg, der immer wieder zur Hölle fährt.
Anmerkung zu den Bildern:
Bild 1629: Blick auf die Ruine der Teufelsburg
Bild 1631: oberer Burgteil mit Aussichtsplattform
Bild 1640: Ausblick ins Saartal



